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Fragen und Antworten (FAQ)
Sind die GlucoSmart® Blutzuckermessgeräte Rilibäk - konform?
Die GlucoSmart® Blutzuckermessgeräte entsprechen den Anforderungen der aktuell gültigen RiliBÄK.
Wie lange sind die Teststreifen nach dem Öffnen des Teststreifenbehälters verwendbar?
4 Monate, wenn
- der Behälter nach der Entnahme des Teststreifens gleich wieder geschlossen wird und
- der Behälter nicht schnellen Temperaturwechseln von warm nach kalt ausgesetzt wird, die zum Kondensieren der Luft innerhalb des Teststreifenbehälters führen können.
(Erklärung: Warme Luft kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen als kalte Luft. Testen Sie also Ihren Blutzucker im Sommer bei 30°C Außentemperatur und einer hohen Luftfeuchtigkeit und legen dann den Teststreifenbehälter sofort in einen Kühlschrank, kann es zur Kondensation (Bildung von Wassertropfen) im Behälter und an den Teststreifen kommen, da das Trocknungsgranulat im Boden des Teststreifenbehälters die Feuchtigkeit nicht so schnell der Luft im Teststreifenbehälter entziehen kann. Die Teststreifen werden unbrauchbar.
Warum sind Teststreifen nur begrenzt haltbar?
Die GlucoSmart® Teststreifen beinhalten eine chemische Substanz, die den Blutzucker der Blutprobe im Rahmen der Blutzuckerbestimmung oxidieren. Diese chemische Substanz reagiert ebenfalls mit (Kondens-) Wasser bzw. der Luftfeuchtigkeit. Zwar ist im Boden des Teststreifenbehälters ein Trocknungsgranulat eingebracht, das die bei der Entnahme des Teststreifens aus dem Behälter eindringende Luftfeuchtigkeit wieder entzieht, dies ist aber nur so lange möglich, bis die Aufnahmefähigkeit des Trocknungsgranulats erschöpft ist. Einfach erklärt: Enthält die Luft im Teststreifenbehälter eine ausreichende Konzentration Feuchtigkeit, vollzieht sie eine chemische Reaktion mit der chemischen Substanz. Bei Abgabe einer Blutprobe findet dann nicht mehr die erforderliche chemische Reaktion mit dem Blut statt. Das Resultat dieses Vorganges ist ein fehlerhafter Messwert. Für die GlucoSmart® Teststreifen wurde eine Haltbarkeit von 4 Monaten nach dem ersten Öffnen des Teststreifenbehälters festgelegt. Voraussetzung für diese Haltbarkeitsdauer ist, dass
- der Behälter nach der Entnahme des Teststreifens schnell wieder geschlossen wird und
- der Behälter nicht schnellen Temperaturwechseln von warm nach kalt ausgesetzt wird, die zum Kondensieren der Luft innerhalb des Teststreifenbehälters führen können.
(Erklärung: Warme Luft kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen als kalte Luft. Testen Sie also Ihren Blutzucker im Sommer bei 30°C Außentemperatur und einer hohen Luftfeuchtigkeit und legen dann den Teststreifenbehälter sofort in einen Kühlschrank, kann es zur Kondensation (Bildung von Wassertropfen) im Behälter und an den Teststreifen kommen, da das Trocknungsgranulat im Boden des Teststreifenbehälters die Feuchtigkeit nicht so schnell der Luft im Teststreifenbehälter entziehen kann. Die Teststreifen werden unbrauchbar.
Wie kann ich überprüfen, ob meine Teststreifen noch funktionieren?
Haben Sie Grund zum Zweifel, dass Ihre Teststreifen nicht mehr richtig messen, weil sie z.B. längere Zeit einer Temperatur über 30° C ausgesetzt waren, oder Sie den Teststreifenbehälter offen gelassen haben, können Sie deren Funktion mit der GlucoSmart® Kontroll-Lösung überprüfen.
Kontroll-Lösungen anderer Herstellers sind hierzu nicht geeignet!
Der Test sollte zur Verifizierung mit mindestens drei Teststreifen durchgeführt werden, um eine zuverlässig Aussage über den Zustand aller Streifen in einem Teststreifenbehälter zu erhalten.
Meine Messergebnisse unterscheiden sich von meinem Labor Messergebnis, ist mein Messgerät fehlerhaft?
Blutzucker messen ist eine anspruchsvolle Messaufgabe, da Blut ein sehr komplexes Medium ist und viele Einflussmöglichkeiten auf den Messwert bestehen. Dazu zählen im Wesentlichen:
- die Umgebungstemperatur
- die Messsystemtemperatur
Umgebungstemperatur und Messsystemtemperatur sollten übereinstimmen
Optimale Messergebisse mit der geringsten Abweichung werden z.B. mit GlucoSmart® bei 25°C erzielt - Hämatokritwert (Anteile an Körpern im Blut)
Dieser Wert kann z.B. bei zu wenig Flüssigkeitsaufnahme (trinken) die Grenzen für eine genaue Messung überschreiten. Ein zu hoher Hämatokritwert erhöht die Messwertabweichung. - Wenn Sie die Messwerte eines Laborsystems mit denen Ihres Messgerätes vergleichen möchten, so achten Sie bitte darauf, dass beide Messgeräte auf Vollbut- oder Plasmaäquivalenzwerte eingestellt sind. Hier können Ursachen für die Abweichung Ihrer Labor- und GlucoSmart® Messwerte liegen.
- Gewebsflüssigkeit, die meist durch das Herausdrücken von Blut an den Einstichstellen heraustritt. (Immer mit beiden Daumen am Finger entlang von der Fingerwurzel bis zum letzten Fingerglied fahren, für ausreichend Blut die Hand vor dem Stechen nach unten hängen lassen oder ausschütteln).
- Salze oder sonstige Rückstände an der Entnahmestelle
Die Finger sollten gewaschen, mit Wasser abgespült und getrocknet sein. Rückstände von Alkohol oder Desinfektionsmittel sollten ebenfalls keine mehr vorhanden sein. - Alter der Blutprobe (Blutinhaltsstoffe "verzehren" die Glucose des Blutes mit der Zeit)
Diese Einflussfaktoren sind allen Blutzuckermessgeräten zur Selbstanwendung, die auf elektrochemischer Basis arbeiten gemeinsam und können sowohl Schwankungen, als auch Abweichungen hervorrufen. Dies ist in der Fachwelt allgemein bekannt und akzeptiert.
Um sicher zu sein, dass Ihr Messsystem zuverlässig misst, können Sie es in regelmäßigen Abständen mittels von uns angebotenen Kontrolllösungen überprüfen.
Wichtig: Verwenden Sie nie unterschiedliche Gerätemodelle zur Selbstmessung für die Überprüfung Ihres Messgerätes. Diese können auf unterschiedlicher Basis kalibriert worden sein (Vollblut, Plasma oder ein Zwischenprodukt) und auch aufgrund unterschiedlicher Meßmethoden und Reaktionsmittel abweichende Ergebnisse ermitteln.
Der einzig sinnvolle Vergleich ist die Messung mit einem Labormessgerät, das auf gleicher Basis kalibriert wurde (Vollblut oder Plasma).
- Stellen Sie in diesem Fall sicher, dass die Tests innerhalb von 30 Minuten durchgeführt werden. Die Blutinhaltsstoffe verbrauchen die Blutglukose, was zu niedrigeren Blutwerten bei der später durchgeführten Messung führt.
- Innerhalb von vier Stunden vor der Messung sollten sie auf Blutzucker verändernde Nahrungsaufnahme (Wasser ist erlaubt) verzichtet haben. Bei Nahrungsaufnahme wird der Anstieg der Glucosewerte zuerst in dem Fingerbeerenblut und erst verspätet im Venenblut bemerkbar. Hier können bei Nichtbeachtung Differenzen von bis zu 4 mmol/l zwischen den gemessenen Werten auftreten.
Aber auch wenn man diese Punkte beachtet, können Differenzen aufgrund eines zu hohen Hämatokrit Wertes z.B. durch Dehydratation (Austrocknung durch zu wenig Flüssigkeitsaufnahme) entstehen.
Ich habe Blut von der "falschen" (nicht markierten) Seite an den Teststreifen angetragen, sind meine Messungen jetzt falsch?
GlucoSmart® Swing erkennt ein Einfüllen von der nicht markierten Seite und meldet dies mit einer Fehlermeldung. Wiederholen Sie die Messung.
GlucoSmart® & GlucoSmart® Plus: Die Messung ist auch exakt, wenn von der nicht mit dem Symbol markierten Seite des Teststreifens Blut angetragen wird. Allerdings muss in diesem Fall die Kapillare voll gefüllt sein (linkes, kleines und rechtes, großes Sichtfenster komplett rot).Kann man den Blutzucker mit GlucoSmart® auch von venösem bzw. arteriellem Blut messen?
GlucoSmart® Plus und GlucoSmart® Swing Blutzuckermessgerät:
Venöses Blut kann ohne Anpassung des Codes gemessen werden.
GlucoSmart® Blutzuckermessgerät (Modell AGM2100):
Will man venöses Blut messen, muss der Kalibrierungs-Code um 1 gegenüber dem Teststreifen-Code (befindet sich auf dem Teststreifenbehälter) erhöht werden. D.h.:
Kalibrierungs-Code zur Messung von kapillarem Blut (Finger oder Ohrläppchen) = Code auf dem Teststreifenbehälter
Kalibrierungs-Code zur Messung von venösem Blut (z.B. von Venen am Arm abgenommen) = Code auf dem Teststreifenbehälter + 1
Achtung: Unter venösem Blut versteht man nicht (wie bei manchen Butzucker-Messsystemen möglich) kapillares am Arm entnommenes Blut!
Venöses Blut wird meist in Kliniken (z.B. im Rahmen der Dialyse) oder beim Legen einer Infusion (z.B. vom Notarzt) zur Messung herangezogen.
Woran kann ich erkennen, dass genug Blut zur Messung vorhanden ist?
GlucoSmart® (Modell AGM2100)
Das Messgerät hat sicher ausreichend Blut zur Messung, wenn das rechte Sichtfenster des Teststreifens vollständig gefüllt ist.
GlucoSmart® Plus (Modell AGM2200)
Das Messgerät hat sicher ausreichend Blut zur Messung, wenn das Sichtfenster des Teststreifens vollständig gefüllt ist.
Ich habe nicht genug Blut angetragen, kann ich nachdosieren?
Vom Nachdosieren wird dringendst abgeraten, da dies zu Fehlmessungen führen kann. Entnehmen Sie bitte den nicht vollständig gefüllten Streifen und führen Sie die Messung mit ausreichend Blut und einem neuen, unbenutzten Testsstreifen nochmals durch.
Geht der Messwertspeicher verloren, wenn die Batterien gewechselt werden, oder Batterien leer sind?
GlucoSmart® (Modell AGM2100)
Nein. Der Speicher ist resident und verliert seine gespeicherten Messwerte selbst bei der Entnahme der Batterien über einen längeren Zeitraum nicht.
GlucoSmart® Plus (Modell AGM2200)
ACHTUNG, schalten Sie das Messgerät aus, bevor Sie die Batterie tauschen! Der Speicher wird sonst gelöscht!
Schaltet sich das GlucoSmart® Blutzucker Messgerät von selbst wieder aus?
GlucoSmart® Swing
Nach 90 Sekunden ohne Benutzeraktion schaltet sich das Gerät selbstständig aus.
GlucoSmart® Plus & GlucoSmart®
Fall A
Wird das Messgerät eingeschaltet und kein Teststreifen eingeführt, meldet sich das Messgerät nach 30 Sekunden mit einem akustischen Signal.
Nach weiteren 90 Sekunden ohne Benutzeraktion schaltet sich das Gerät mit einer akustischen Meldung selbstständig aus.
Fall B
Wird das Messgerät eingeschaltet der Teststreifen eingeführt, aber auf den eingeführten Teststreifen kein Blut aufgetragen, schaltet sich das Messgerät nicht selbstständig aus, sondern wartet auf die Messung.
Fall C
Wurde eine Messung durchgeführt, der benutzte Teststreifen aber nicht entnommen, schaltet sich das Messgerät nicht selbstständig aus, sondern wartet auf die Entnahme des benutzten Streifens.
Fall D
Wurde ein Teststreifen aus dem Gerät entnommen, aber das Gerät nicht ausgeschaltet, meldet sich das Messgerät nach 30 Sekunden mit einem akustischen Signal.
Nach weiteren 90 Sekunden ohne Benutzeraktion schaltet sich das Gerät mit einer akustischen Meldung selbstständig aus.
Ich bin dialysepflichtig und werde mit Peritoneal-Dialyse behandelt. Darf ich GlucoSmart® Blutzuckerteststreifen verwenden?
Sämtliche GlucoSmart® Blutzuckermesssysteme sind für Peritonealdialysepatienten geeignet.
Ich habe mich mit einer bereits benutzten Lanzette meines Bekannten gestochen. Kann ich mich infizieren?
Es besteht ein direktes Ansteckungsrisiko, wenn Sie eine bereits von einer anderen Person benutzten Lanzette benutzen. Die Verpackung dieser Lanzetten trägt eine durchgestrichene 2, der Hinweis für Produkte, die ausschließlich zur einmaligen Verwendung bestimmt sind, zudem den Hinweis "Steril" für sterile Produkte. Es sind nicht nur Infektionen, sondern auch die Schädigung der Haut, die durch die einmalige Verwendung minimiert wird. Bei mehrmaliger Verwendung verformt sich die Lanzettenspitze wie ein Angelhaken und verursacht dadurch zusätzliche Hautschädigung, die zu einem Sensibilitätsverlust in der betroffenen Hautregion führen kann. Gleiches gilt für Insulinkanülen.
Dürfen Neugeborene mit GlucoSmart® Blutzuckermessgeräten gemessen werden?
Befinden sich zu viele bzw. zu wenige Festkörper im Blut, so wirkt sich dies auf die Blutzuckerkonzentration der Blutprobenvolumens aus. Daher ist der zulässige Hämatokrit für Vollblut messende Blutzuckermessgeräte wie die GlucoSmart® Messsysteme (Anteil der Festkörper im Blut) eingeschränkt.
Hämatokrit Betriebsbereiche GlucoSmart® Blutzuckermessgeräte
- GucoSmart® Blutzuckermessgerät (Modell AGM2100): 30-55%
- GucoSmart® Plus Blutzuckermessgerät (Modell AGM2200): 20-60%
- GucoSmart® Swing Blutzuckermessgerät (Modell AGM4000): 20-60%
Normalwerte Hämatokrit
- AlterHämatokrit
- Neugeborene44-65 %
- Neugeborene 2.- 6. Tag50-70 %
- Neugeborene 14.-23. Tag42-62 %
- Neugeborene 24.-37.Tag31-59 %
- Neugeborene 40.-50. Tag30-54 %
- Neugeborene 2-2,5 Monate30-44 %
- Neugeborene 3-3,5 Monate31-43 %
- 5 Monate - 13 Jahre32-44 %
- Jungen bis 16 Jahre38-44 %
- Mädchen bis 16 Jahre35-43 %
- Erwachsene Frauen36-45 %
- Erwachsene schwangere Frauen (letztes Drittel)abfallend auf 34%
- Erwachsene Männer42-50 %
Birgt das Trocknungsmittel in der Teststreifendose ein Gesundheitsrisiko?
Direkter Kontakt von Teststreifen mit Trocknungsgranualt: Versuche zeigten keinen Einfluss auf die Qualität des Blutzuckermessergebnisses.
Das in der Teststreifendose integrierte Trocknungsmittel kann beim Einatmen oder Verschlucken eine Gefahr darstellen sowie Haut- und Augenreizungen verursachen.
Erste Hilfe Maßnahmen beim Kontakt mit Trocknungsmittel:
Augen: Die Augen für mindestens 15 Minuten mit reichlich klarem Wasser ausspülen
Haut: Die betroffene Stelle mit Wasser und Seife reinigen. Wenn die Irritation größer wird, suchen Sie medizinische Hilfe.
Einnahme: Wenn das Trockenmittel verschluckt wurde, suchen Sie sofort medizinische Hilfe oder Beratung.
Inhalation: Entferung aus der Expositionszone und gehen sie sofort an die frische Luft. Bei Atemstillstand künstlich beatmen. Wenn die Atmung schwer fällt, geben Sie Sauerstoff. Erbeten Sie gegebenenfalls medizinische Hilfe.
Wenn Sie hier nicht beantwortete technische Fragen zum Messen von Blutzucker mit unserem Blutzuckermesssystem haben, werden wir Sie Ihnen gerne beantworten. Unter Kontakt finden Sie unsere Telefonnummer oder e-Mail.
