Glossar
| A | ArterioskleroseIst der medizinische Fachausdruck für Gefäßverkalkung. Die Arteriosklerose ist eine typische Folgeerkrankung des Bluthochdrucks. Bei der Arteriosklerose lagert sich vor allem Cholesterin in den Gefäßwänden ab. Dort bilden sich mit der Zeit feste Beläge (Plaques), die zu einer schrittweisen Einengung des Gefäßes führen. Die Durchblutung wird in dem betroffenen Gefäß zunehmend verschlechtert. (Schlaf)-ApnoeAus Arbeitshilfe des MDK (
Medizinische Dienst der Krankenkassen) ,,schlafbezogene Atemstörung zur
sozialmedizinischen Begutachtung":
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| B | Belastungs-EKG (Ergometrie):
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Neugeborene |
75/50 |
2.-6. Monat |
85/65 |
6.Monat bis 3. Lebensjahr |
90/65 |
4. Lebensjahr - 9.Lebensjahr |
95/60 |
10. und 11. Lebensjahr |
100/60 |
12. und 13. Lebensjahr |
105/65 |
ab 14. Lebensjahr |
110/70 |
Blutdruck, erhöht, Begleiterkrankungen
Davon spricht man, wenn neben dem erhöhten Blutdruck noch andere Erkrankungen vorliegen. Dies ist bei Bluthochdruck relativ häufig der Fall. Typisch sind Fettstoffwechselstörungen (erhöhtes Cholesterin), Diabetes (Zuckerkrankheit) und Adipositas (Fettsucht). Sie müssen bei der Wahl eines Hochdruckmedikaments berücksichtigt werden.
Blutzucker
Glucosegehalt des Blutes.
Der Blutzucker ist ein Energielieferant für unseren Körper. Blutzucker kann dem Körper am schnellsten in Form von Traubenzucker zugeführt werden, der bereits durch die Mundschleimhaut aufgenommen wird , und indirekt durch den Verzehr von kohlehydrathaltiger Nahrung. Kohlenhydrate (z.B. in Brot oder Kartoffeln enthalten), wandelt der Körper in Glukose – also Zucker – um.
Der
Gehalt an Zucker im Blut wird vom gesunden Körper konstant gehalten: Der
Blutzuckerspiegel beträgt i.d.R. zwischen 70 und 110 mg pro 100 ml (100ml =
1dl).
Ein zu hoher Blutzuckerspiegel - krankheitsbedingt aufgrund Diabetes - führt
zu Hyperglykämie, wodurch vermehrte
Ablagerungen von Zucker in den kleinen und großen Arterien auftreten, was -
wenn nicht erkannt - zu den Folgekrankheiten des Diabetes mellitus führen kann. In
Stresssituationen, bei schwerer körperlicher Arbeit oder beim Sport wird der
Blutzuckerspiegel vom Körper angehoben. Die Hormone Adrenalin und Cortison
sorgen dann für mehr Zucker im Blut. Ein zu niedriger Blutzuckerspiegel
führt zu Hypoglykämie.
Den konstanten Blutzuckerspiegel sichert ein Hormon, das in der
Bauchspeicheldrüse gebildet wird: das Insulin. Wenn nach dem Essen der
Blutzuckerspiegel steigt, sorgt es für eine schnelle Aufnahme des Zuckers in
die Zellen – so sinkt der Zuckergehalt des Blutes schnell wieder.
Wann ist der Blutzuckerwert zu hoch?
-
Insulinresistenz der Zellen: Die Glukose gelangt nicht in die Zellen und bleibt in der Blutbahn.
-
Schilddrüsenüberfunktion
-
Entzündung der Bauchspeicheldrüse, die so genannte Pankreatitis
-
Tumoren an der Bauchspeicheldrüse
-
Morbus Cushing. Dabei besteht unter anderem eine zu hohe Produktion von Cortison.
-
Als Nebenwirkung bestimmter Medikamente
Wann ist der Blutzuckerwert zu niedrig?
-
Überdosierung des Insulins während der Diabetes-Therapie
-
Überproduktion von Insulin bei Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse
-
Störungen des Hormonhaushalts durch Unterfunktion der Hypophyse oder der Schilddrüse
-
Morbus Addison
-
Nach übermäßiger körperlicher Arbeit ohne ausreichende Nahrungszufuhr
-
Mangelernährung, zum Beispiel beim Alkoholiker oder nach übermäßigem Fasten
-
Funktionsstörungen der Leber, zum Beispiel Leberzirrhose und Hepatitis
-
Alkoholgenuss auf nüchternen Magen
Blutzuckerkrankheit: siehe Diabetes mellitus
Blutzucker Einheiten Umrechnung mg/dl < in > mmol/l
Body-Mass-Index
(BMI) ist folgendermaßen definiert: BMI =
(Körpergewicht [kg]) / (Körpergröße [m]) 2
| Body-Mass-Index (BMI) | Bewertung |
| BMI > 40 | Extremes Übergewicht (Grad III) |
| BMI = 30 - 40 | Starkes Übergewicht (Grad II) |
| BMI = 25 - 29 | Übergewicht (Grad I) |
| BMI = 20 - 24 | Normalgewicht |
| BMI < 20 | Untergewicht |
BMI-Rechner
Hinweis: Wir übernehmen keine Haftung für einen Schaden, der durch die Benutzung dieses Rechners entstanden ist.
Benutzungsanweisung:
- Gewicht in kg eingeben
- Körpergröße eingeben
- Button "Berechnen" drücken
Compliance:
Fachausdruck für Einnahmetreue. Mangelnde Einnahmetreue (Noncompliance) ist
z.B. eine häufige Ursache für einen nicht befriedigend eingestellten Blutdruck.
Wenn die Erkrankung keine Beschwerdenverursacht, allerdings die Einnahme von
Medikamenten aber Nebenwirkungen verursachen kann, sind manche Patienten
nur schwer von der Notwendigkeit einer konsequenten Medikamenteneinnahme zu
überzeugen.
Beim Diabetes mellitus (allgemein auch als "Zuckerkrankheit" bekannt) handelt es sich um eine chronische Stoffwechselerkrankung, die durch einen erhöhten Blutzuckerspiegel gekennzeichnet ist.
Ein nüchtern gemessener Blutzucker Wert von über 120 mg/dl gilt als Indiz für eine mögliche Diabetes. Auch das Vorliegen eines Blutzuckers über 200 mg/dl zu einem beliebigen Tageszeitpunkt abgenommen spricht für das Vorliegen eines Diabetes.
So durchgeführte Messungen sind jedoch nur Hinweise auf eine mögliche Diabetes, gelten aber nicht als Diagnose. Gleiches gilt für Messergebnisse des HbA1c.
Eine offiziell anerkannte Möglichkeit die
Zuckerkrankheit zu diagnostizieren ist der durch einen Arzt durchgeführte
Glucosetoleranztest (oraler
Glucosetoleranztest).
Siehe auch: Wissenswertes
Unterschiedliche Ursachen der Erkrankung und auch
verschiedene Krankheitsausprägungen erfordern die Unterscheidung von zwei
Typen, dem Typ-I- und dem Typ-II-Diabetes.
Der Typ-I-Diabetes
(früher: juveniler Diabetes) beginnt meist in der Jugend und entsteht durch eine immunologische Zerstörung der Inselzellen des Pankreas (=Bauchspeicheldrüse). Diese Inselzellen produzieren das Hormon Insulin, das für die Verwertung der Glukose aus der Nahrung verantwortlich ist. Durch die Zerstörung der Inselzellen kommt es zu einem absoluten Insulinmangel. Die Glukose aus der Nahrung kann nicht mehr abgebaut werden, und der Blutzuckerspiegel steigt. Die Behandlung des Typ-I-Diabetes geschieht durch die Verabreichung von Insulin.
Der Typ-II-Diabetes
(früher: Erwachsenen- oder
Alters-Diabetes) entwickelt sich in der Regel im höheren Lebensalter. Das
schließt allerdings nicht aus, dass Diabetes vom Typ 2 auch bei (meist
übergewichtigen) Kindern auftritt. Der Typ 2 Diabetes wird wieder in Typ 2a
und Typ 2b unterschieden.
Vom Typ 2a Diabetes sind schlanke Menschen betroffen, bei denen die
körpereigene Produktion von Insulin allmählich versiegt. Er wird durch
Umstellung der Ernährung und in einem fortgeschrittenen Stadium mit
Tabletten und Insulin behandelt.
Vom Typ 2b Diabetes sind übergewichtige Menschen betroffen. Sie produzieren
in der Regel noch ausreichend Insulin. Die Körperzellen, an denen das Insulin wirken
soll, reagieren aber nicht mehr ausreichend auf Insulin. An ihrer Oberfläche sind
nicht mehr ausreichend Rezeptoren zu finden, an denen das Insulin andocken
kann. Entsprechend mehr Insulin muss von der Bauchspeicheldrüse produziert
werden. Ein solcher relativer Insulinmangel, auch
Insulinresistenz (der Zellen) genannt, wird als Folge anhaltend hoher Blutzucker- und
Insulinspiegel gesehen. Des Weiteren kann auch eine verspätete Insulinabgabe
in nicht ausreichender Menge auftreten.
Die Therapie des Typ-2b Diabetes erfolgt stufenweise: Zunächst wird mit
einer Diät versucht, den Blutzuckerspiegel allgemein zu senken. Sind die
Diätmaßnahmen zur Behandlung nicht ausreichend, werden in der Folge
blutzuckersenkende Medikamente und im fortgeschrittenen Stadium auch Insulin
verabreicht.
Typische Symptome der Erkrankung vor allem beim Typ-I-Diabetes sind starker Durst, vermehrtes Wasserlassen, Heißhunger, Juckreiz, Abgeschlagenheit, Infektanfälligkeit (u.a. Geschlechtsorgane, Harnwege), Sehstörungen, Entzündungen der Haut, schlecht heilende Wunden und Gewichtsverlust.
Bei einem Diabetes vom Typ-II können diese Symptome fehlen, da die Erkrankung häufig sehr schleichend beginnt. Akut lebensbedrohliche Situationen sind sowohl das so genannte Coma diabeticum, das durch extrem hohe Blutzuckerwerte entsteht, als auch der hypoglykämische Schock, bei dem die Blutzuckerwerte zu stark abgesenkt sind.
Eine lebenslange sorgfältige Blutzuckereinstellung und eine gute Diabetikerschulung sind entscheidend zur Verhinderung von Spätschäden, die im wesentlichen durch Veränderungen der Blutgefäße hervorgerufen werden. Zu solchen Spätschäden gehören der Herzinfarkt, der Schlaganfall, der so genannte diabetische Fuß, Veränderungen der Netzhaut, die zum Erblinden führen können, Störungen der Nierenfunktion bis hin zum dialysepflichtigen Nierenversagen, Erektionsstörungen und die Schädigung von Nerven, die eine allgemeine Sensibilitätsstörung nach sich zieht.
Diabetisches Koma: siehe Hyperglykämie
Diastole:
Bezeichnet den Zeitabschnitt, in dem das Herz erschlafft ist und sich wieder
mit Blut füllt. Der Blutdruck während der Diastole heißt diastolischer
Blutdruck. Er ist der zweite, kleinere der beiden Werte, die gemessen
werden.
Elektro-Kardiogramm (EKG)
Die elektrischen Vorgänge bei der elektrischen
Reizausbreitung im Herzen lassen sich auf der Hautoberfläche messen. Dabei
werden eine Reihe Elektroden in normierter Art und Weise auf den Brustkorb
sowie an den Armen und Beinen angebracht. Die elektrischen Spannungen auf
der Körperoberfläche liegen im Millivoltbereich und können, entsprechend
verstärkt, auf einem Monitor und/oder mit Hilfe eines Druckers/Schreibers
auf genormtem Papier dargestellt werden.
Eine elektrische Spannung besteht stets zwischen zwei
Punkten, die ihrerseits jeweils auf einem bestimmten Potential liegen. Daher
ist die elektrische Spannung die Potentialdifferenz zwischen diesen Punkten.
Da bei der Anfertigung eines EKG in der Regel zehn Elektroden, und zwar 6
auf der Brustwand und vier an Beinen und Armen, angelegt werden, lassen sich
daher eine ganze Reihe genormter Spannungen abgreifen, so z.B. zwischen dem
rechten und linken Arm. Diese Ableitung bezeichnet man als die I. Ableitung
nach Einthoven. Die II. Ableitung ist dann der Spannungsverlauf
zwischen rechtem Arm und linkem Bein und die III. Ableitung der
Spannungsverlauf zwischen linkem Bein und linkem Arm. Weitere Ableitungen
sind nach Goldberger benannt. Die standardisierten
Brustwandableitungen mit 6 Brustwandelektroden werden nach Wilson benannt. In der Regel werden bei einer EKG-Untersuchung alle 12 Ableitungen
mit Hilfe eines 12-Kanalverstärkers und -schreibers gleichzeitig
aufgenommen. Um eine mögliche Unterversorgung des Herzmuskels mit Sauerstoff
feststellen zu können und somit eine Stenosierung der Herzkranzgefäße
nachzuweisen, empfiehlt sich, stets ein Belastungs-EKG anzufertigen.
Glomeruläre Filtrationsrate (GFR)
GFR ist ein Maß für die pro Zeiteinheit über die Nieren filtrierte Menge an Primärharn aus dem Blut. Die Werte beim Mann betragen 110 bis 125 ml/min, bei der Frau 95 bis 110 ml/min (die Werte sind bezogen auf einen durchschnittlichen Erwachsenen und gelten etwa bis zum 30. Lebensjahr. Danach ist eine Abnahme von 10ml/min für jede weitere Dekade normal.Die vorzeitige und stärkere Abnahme der GFR kann eine der begleitenden Entwicklungen der diabetischen Stoffwechselerkrankung sein.
Grenzwerthypertonie
Grenzwerte für den Blutdruck wurden von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) festgelegt. Normal ist der Blutdruck bis zu einem Wert von 140/90 mmHg. Diese Grenze gilt auch für ältere Menschen, obschon mit zunehmendem Lebensalter auch etwas höhere Werte noch akzeptabel sein können. Zwischen 140/90 und 150/95 mmHg bezeichnet man den Blutdruck als grenzwertig erhöht. Ab 150/95 mmHg ist in der Regel eine Behandlung erforderlich.Gestationsdiabetes: siehe Schwangerschaftsdiabetes
Glukagon
Ein in der
Bauchspeicheldrüse produziertes Hormon, das den Blutzuckerspiegel anhebt.
Eine Glukagon-Injektion wird zur Behandlung der Unterzuckerung gegeben.
Glukose
Bezeichnung
für Traubenzucker. Der Wert der Blutglukose, oder Blutzucker, wird bei der
Blutzuckerbestimmung gemessen, in der Eigenanwendung z.B. mit einem
GlucoSmart Blutzuckermessgerät.
Glukosetoleranztest siehe Oraler Glukosetoleranztest
Glucosurie
Eine Glucosurie ist nicht gleichbedeutend mit Diabetes mellitus, da eine
vermehrte Glucoseausscheidung auch bei Sepsis, Schädel-Hirn-Trauma,
Thyreotoxikose, Phäochromozytom, Cushing-Syndrom, Dumping-Syndrom oder
Bleiintoxikationen auftreten kann. Auch in der Schwangerschaft wird wegen
des gesteigerten Glomerulumfiltrates vermehrt Glucose ausgeschieden. Die
obere Grenze des Referenzbereiches für den Nüchternblutzucker liegt bei 5.5
mmol/l (100 mg/100 ml). Bis zu einer Glucosekonzentration von 9-10 mmol/l
(160-180 mg/100 ml) im Blut kann eine gesunde Niere praktisch alle
glomerulär filtrierte Glucose wieder rückresorbieren. Dieser Wert wird als
Nierenschwelle bezeichnet.
Ausscheidungen von Glucose bis 0.8 mmol/L (15 mg/dL) bei "Nüchternurinen"
gelten noch als physiologisch. Bei unausgewählten Urinen kann
nahrungsbedingt bis 1.6 mmol/L (30 mg/dL) Glucose im Urin nachgewiesen
werden.
Der Hämatokrit bezeichnet den Anteil der zellulären Bestandteile am Volumen des Blutes und ist ein Maß für die Zähigkeit des Blutes. Blut ist etwa viermal dickflüssiger als Wasser. Steigt der Hämatokrit, nimmt also die Zähigkeit des Blutes zu. Dabei erhöht sich der Strömungswiderstand in den Blutgefäßen, was zu einer Mehrbelastung des Herzens und zu einer geringeren Durchblutung der Organe führt. Der Hämatokrit ist sowohl von der Anzahl als auch vom Volumen der roten Blutkörperchen abhängig.
Der Hämatokrit ist zu niedrig bei: Überwässerung, allen Formen von Blutarmut (Anämien) z.B. in der Schwangerschaft.
Der Hämatokrit ist zu hoch bei: Flüssigkeitsverlust, Polyglobulie, Polycythämia vera
Die Betriebsbedingungen von Blutzuckermessgeräten zur Vollblutmessung schränken den zulässigen Hämatokritwert i.d.R. ein, da ein zu hoher oder zu niedriger Wert die Messung verfälscht. Da der Hämatokritwert bei der Eigenanwendung im Privatgebrauch vor der Messung nicht bestimmt werden kann, werden die Personengruppen mit potentiellen Hämatokritwerten jenseits der Betriebsgrenzen üblicherweise von der Nutzung ausgegrenzt.
| Normalwerte Hämatokrit | |
| Neugeborene | 44-65 % |
| Neugeborene 2.- 6. Tag | 50-70 % |
| Neugeborene 14.-23. Tag | 42-62 % |
| Neugeborene 24.-37.Tag | 31-59 % |
| Neugeborene 40.-50. Tag | 30-54 % |
| Neugeborene 2-2,5 Monate | 30-44 % |
| Neugeborene 3-3,5 Monate | 31-43 % |
| 5 Monate - 13 Jahre | 32-44 % |
| Jungen bis 16 Jahre | 38-44 % |
| Mädchen bis 16 Jahre | 35-43 % |
| Erwachsene Frauen | 36-45 % |
| Erwachsene, schwangere Frauen | abfallend bis 34% |
| Erwachsene Männer | 42-50 % |
Obwohl in der Schwangerschaft die Eisenresorption erhöht ist und das
Menstrualblut wegfällt, entwickeln viele Frauen in der Spätschwangerschaft
eine Eisenmangelanämie (Blutarmut). Häufig besteht allerdings nur eine
relative Blutarmut, die aus der deutlichen Erhöhung des Blutvolumens bei nur
geringer Zunahme der roten Blutkörperchen resultiert. Im letzten
Schwangerschaftsdrittel fällt daher der Hämatokritwert auf etwa 34% ab.
Aufgrund dessen wird der tägliche Eisenbedarf in der Schwangerschaft mit
30mg pro Tag angegeben.
Hochdruckkrise/hypertensive Krise:
Eine Hochdruckkrise mit Blutdruckwerten über 200 mmHg geht in der Regel mit
Beschwerden wie Sehstörungen, Herzschmerzen, Luftnot oder starkem Schwindel
einher. Die Hochdruckkrise bedarf sofortiger ärztlicher Behandlung.
Hyperglykämie:
Als Hyperglykämie (Überzuckerung) wird eine zu hohe Glucosekonzentration im
Blut, (mehr als 180 mg/dl) bezeichnet. Wird nicht eingegriffen, kann sich
daraus innerhalb von Stunden oder Tagen das „diabetische Koma" entwickeln.
Häufige Auslöser sind Infekte, Ernährungsfehler, Unterdosierung oraler
Antidiabetika bei Typ-2-Diabetes, unzureichende Insulinzufuhr bei
Typ-1-Diabetes.
Anzeichen sind: starker Durst, häufiges Wasserlassen, Abgeschlagenheit,
psychische Verstimmung; bei fortschreitender Hyperglykämie Übelkeit,
Erbrechen, Herzjagen, niedriger Blutdruck, Fieber, schließlich Koma.
Bei Verdacht auf hyperglykämisches (diabetisches) Koma ist sofort ärztliche Hilfe zu
veranlassen.
Hypoglykämie:
Als Hypoglykämie wird eine zu niedrige Glucosekonzentration im Blut (weniger
als 50 mg/dl) bezeichnet. Sie kann unbehandelt zum hypoglykämischen Schock
mit Bewusstseinsverlust führen. Oft wird Sie ausgelöst durch Überdosierung
bzw. nicht an den Bedarf angepasste Menge oraler Antidiabetika oder Insulin,
ungewohnte körperliche Tätigkeiten, Auslassen von Mahlzeiten. Nach
Alkoholgenuss können Unterzuckerungen zeitlich stark verzögert auftreten.
Hypoglykämie (Unterzuckerung) macht sich äußerlich durch Schweißausbrüche,
Blässe, Unruhe, Zittern, Heißhunger, Verhaltensauffälligkeiten, Sprach- und
Sehstörungen bemerkbar.
Bei Hypoglykämie werden Sofortmaßnahmen notwendig:
Ansprechbaren Patienten zuckerhaltige Getränke trinken lassen. Bei
Bewusstlosigkeit Patienten keine Getränke einflößen oder Traubenzucker in
die „Wangentasche" geben, da der Patient daran ersticken könnte. Besser
gleich den Notarzt rufen. Die Zufuhr von Glucose erfolgt dann über eine
Infusion. Patienten in stabile Seitenlage bringen, Atemwege frei machen.
Hypoglykämiewahrnehmung, gestörte
Der Diabetiker erkennt nicht
die Warnzeichen einer Unterzuckerung
Hypertonie, Hypertension:
Medizinischer Fachbegriff für Bluthochdruck.
Insulin ist ein Hormon, das in der Bauchspeicheldrüse - in den so genannten Langerhansschen Inseln - produziert wird. Insulin ist das einzige Hormon des Körpers, das einen Abfall des Blutzuckerspiegels bewirkt.
- Kapillare
- ist eine Bezeichnung für sehr feine, langgestreckte Hohlräume. Das Wort leitet sich vom lateinischen Wort "capillus" (das Haar) ab.
Im Allgemeinen werden mit "Kapillaren" Röhrchen mit sehr kleinem Innendurchmesser bezeichnet. Durch die, im Vergleich zu größeren Rohren, stark in den Vordergrund tretenden Oberflächeneffekte treten in Kapillaren spezielle physikalische Effekte auf. Flüssigkeiten mit hoher Oberflächenspannung steigen in Kapillaren auf.
Kapillare Einzugtechnik bei Blutzuckermessgeräten
Viele Teststreifen von Blutzuckermessgeräten verwenden heute die Eigenschaften der Kapillare, um das Blut in den Teststreifen einzuziehen, ohne elektromechanische Baugruppen wie z.B. eine Unterdruckpumpe verwenden zu müssen. Das Blut wird von der durch den Aufbau des Teststreifens gebildeten Kapillare in den Teststreifen eingesaugt. Dadurch entfällt das auftragen bzw. Verschmieren des Blutes auf dem Finger.
Ketonkörper
Zu den Ketonkörpern zählen ß-Hydroxybuttersäure, Acetessigsäure und Aceton.
Bei Insulinmangel mit entsprechend vermindertem Verbrauch von Glucose wird
der Abbau von Triglyzeriden (Lipolyse) und Fettsäuren gesteigert, was zu
einem vermehrten Anfall von Acetessigsäure führt.
Vorkommen:
- Stoffwechseldekompensation bei Diabetes mellitus
- Hungerzustände (Fastenkuren)
- Hyperemesis gravidarum
- fieberhafte Zustände.
Kochsalz:
Zu viel Kochsalz (chemisch Natriumchlorid) im Essen kann den Blutdruck
erhöhen. Deshalb sollten Hochdruckpatienten wenig salzen. Achtung! In vielen
Lebensmitteln ist Salz versteckt; z.B. in Schinken, Wurst, Geräuchertem,
Käse, Lebensmittelkonserven oder Saucen.
Körperfett - Zusammenhang zwischen
Körperfett und Insulingaben.
Jedes zusätzliche Gramm Körperfett braucht mehr Insulin. Übergewichtige
Diabetiker sollten ihr Gewicht reduzieren, um den Erfolg der Therapie zu
unterstützen. Dabei ist eine ausreichend körperliche Betätigung sehr
wichtig. Nur Diät zu halten wäre nicht sinnvoll, denn man würde zwar Gewicht
verlieren, jedoch vorwiegend nur Muskelmasse, anstatt Fett.
Koronare Herzkrankheit:
Darunter versteht man eine Verengung der Herzkranzgefäße, die zu einer
schlechteren Sauerstoffversorgung des Herzmuskels führt. Die koronare
Herzkrankheit entsteht häufig auf dem Boden eines Bluthochdrucks. Eine
typische Folge der koronaren Herzkrankheit ist die Angina pectoris, ein
anfallsweise auftretender Brustschmerz.
Maligne (bösartige) Hypertonie:
Medizinischer Ausdruck für eine schwere Hochdruckerkrankung mit bereits
fortgeschrittenen Folgeschäden, die unbehandelt rasch zum Tode führt. Meist
liegt der diastolische Blutdruck über 120 mmHg. Es finden sich bereits
ausgeprägte Veränderung am Augenhintergrund und am Herz. Die Nierenleistung
ist häufig schon eingeschränkt, und es zeigt sich Eiweiß im Urin. Die
maligne Hypertonie muss dringend behandelt werden, entweder in einer
Spezialambulanz oder stationär.
mmHg:
Ist die Maßeinheit des Blutdrucks und heißt übersetzt Millimeter
Quecksilbersäule. Wenn Ihr Arzt oder Sie selbst feststellen, dass Ihr
Blutdruck bei 150/100 liegt, heißt das: systolischer Blutdruck = 150 mmHg
und diastolischer Blutdruck = 100 mmHg. Sie können diese Werte dann in Ihren
Blutdruckpass eintragen.
Zur Bestimmung des Vorliegens eines krankheitsbedingt erhöhten Blutzuckerniveaus, kann der der orale Glucosetoleranztest (oGTT) herangezogen werden. Der Patient trinkt auf nüchternen Magen (8 Stunden vorher nur Wasser-Aufnahme erlaubt) nach einer ersten Blutentnahme 75 Gramm Glucose in 300 Milliliter Wasser gelöst. Wer nach 2 Std. einen Blutzucker über 200 mg/dl hat, ist zuckerkrank.
Der Blutzucker wird im Blut aus Finger oder Ohr gemessen.
Osteoporose:
Unter Osteoporose versteht man eine Abnahme der Knochenmasse, -struktur und
-funktion, die zu einer schmerzhaften mechanischen Instabilität des
Skelettes mit der Gefahr von Knochenbrüchen führt. Die wichtigsten Formen
der Osteoporose sind die postklimakterische und die Altersosteoporose. Ganz allgemein liegt der Osteoporose ein
Missverhältnis zwischen Knochenaufbau und -abbau zu Grunde. Das Hauptsymptom
der Erkrankung sind starke Knochenschmerzen. Als Komplikation treten
Knochenbrüche auf, die zu dauerhaften Veränderungen des Skelettes, z.B. zu
einer Abnahme der Körpergröße, führen können. Eine Diagnose der Osteoporose
im Frühstadium ist bisher nur eingeschränkt möglich. Die fortgeschrittene
Erkrankung ist auf Röntgenbildern meist gut zu erkennen. Die Behandlung der
Osteoporose beruht auf einer medikamentösen Beeinflussung des
Knochenstoffwechsels. Die unbehandelte Osteoporose schreitet ständig voran
und kann zu Invalidität und Pflegebedürftigkeit führen. Von besonderer
Bedeutung sind vorbeugende Maßnahmen, zu denen neben einer kalziumreichen
Ernährung und regelmäßiger körperlicher Bewegung die Hormonersatztherapie
bei Frauen in den Wechseljahren gehört. Entgegen der weit verbreiteten
Meinung tragen nach neueren Erkenntnissen Milchprodukte nicht zum
Knochenaufbau bei. Vielmehr verhindern Sie die Einlagerung von Calcium in
den Knochen und sind somit kontraproduktiv für die Vermeidung einer
Osteoporose.
Pulsoximeter:
Ein Pulsoximeter ist ein Medizinprodukt mit dem
man unblutig die Sauerstoffsättigung und den Puls messen kann. Die
Sauerstoffsättigung wird auch als SPO2 Wert bezeichnet. Es wird entweder an
einem Finger, Ohrläppchen oder bei Säuglingen über den Fußballen gemessen.
Über einen Sensor wird auf einer Seite ein Licht ausstrahlt, welches durch
den Finger, Ohrläppchen oder Fußballen hindurch dringt. Auf der anderen Seite
des Sensors befindet sich eine Photoelektrode, welche das noch ankommende
Licht misst. Dieses wird dann durch das Pulsoximeter entsprechend verarbeitet
und zur Anzeige gebracht. Da die Blutgefäße durch den Herzschlag pulsieren,
kann dieses Pulsieren ebenfalls gemessen und angezeigt werden. Bei den
meisten Geräten lassen sich auch Alarmgrenzen einstellen, beim denen das
Gerät alarmiert (z.B.: Einsatz auf einer Intensivstation). Bei manchen
Geräten lassen sich die gemessenen Werte auch grafisch darstellen. Wichtig
für den Patienten ist aber, dass diese Messungen völlig schmerzfrei und
unschädlich sind.
Referenzierung Blutzuckermessgeräte
Man unterscheidet zwischen auf
Vollblut referenzierte Blutzuckermessgeräten und auf Plasma referenzierte
Blutzuckermessgeräte.
Die mit von Blutplasma gemessenen Werte sind etwa 10-15% höher als die mit Vollblut
gemessenen Werte.
Daraus ergibt sich: (Vollblut-Blutzuckerprobenmesswert) x (1,11) =
Plasma-Blutzuckerprobenmesswert
Plasma-geeichte Blutzucker-Messgeräte
Viele Blutzucker-Messgeräte sind auf Vollblut geeicht. Einige aber bestimmen Blutplasma-Werte. Diese Geräte und die meisten Laborgeräte nutzen nur das Blutplasma zur Bestimmung des Zuckergehaltes. Das bedeutet, dass alle festen Bestandteile des Blutes entfernt werden, bevor gemessen wird. Wegen des unterschiedlichen Probenmaterials sind Plasma-Werte etwa 10-15% höher als Vollblut-Werte.
Die meisten Blutzuckermessgeräte sind vom Hersteller so programmiert, dass sie Plasma-Werte angeben. Sie ersparen damit die Umrechnung, obwohl trotz allem Vollblut für den Test benötigt wird.
Um Ihr Gerät mit dem Laborwert zu vergleichen, müssen Sie deshalb wissen, wie ihr Gerät kalibriert oder geeicht ist.Vollblut-referenzierte Blutzucker-Messgeräte
Vollblut-referenzierte Messgeräte geben den Blutzucker Gehalt der Blutprobe wieder, so wie Sie aus den Blutkapillaren Ihres Finger an den Teststreifen gegeben wurde.
Wenn Sie eine Messgerätekontrolle mit einem Labormessgerät durch Vergleich der Messwerte durchführen möchten, so müssen Sie darauf achten, ob das Labormessgerät auf Vollblut oder Plasma referenziert ist. Wenn das Labormessgerät den Blutzucker im Vollblut misst, benötigen Sie keine Umrechnung und können die Messergebnisse direkt vergleichen. Wenn das Labormessgerät den Blutzucker im Plasma misst, so müssen Sie folgende Umrechnung machen, um einen sinnvollen Vergleich durchzuführen: (Blutzuckermessergebnis)x(1,11)=(Blutzuckermessergebnis in Plasma).
Haben Sie dazu noch Fragen, wird Ihr Arzt oder Apotheker Sie sicher informieren, oder rufen Sie einfach bei MSP an, wir helfen Ihnen gerne weiter.
Für Ihre Blutzucker-Einstellung ist es unwichtig, ob Ihr Gerät Vollblutwerte oder Plasmawerte ausgibt. Beide sind genau, und keines ist dem andern überlegen. Es ist, wie wenn Sie Franken mit Euro vergleichen oder km mit Meilen oder Fuß mit Metern, um Distanzen zu bestimmen: Beide Gerätetypen machen das Gleiche: Sie bestimmen Ihren Blutzucker-Spiegel. Bei kleinen Blutzuckerwerten ist der Unterschied gering, bei höheren Werten ist der Unterschied größer. Bitte achten Sie darauf, wenn Sie zwischen den Gerätetypen wechseln, dass Ihre Messwerte im oberen Bereich etwas höher (Plasma), bzw. niedriger (Vollbut) werden.
Ein Speicher wird als "resident" bezeichnet, wenn er beim Ausfall der Stromversorgung die gespeicherten Daten nicht verliert.
RR:
Steht als Abkürzung für Riva-Rocci. So hieß der italienische Arzt, der die
Blutdruckmessung mit der Oberarmmanschette entwickelt hat. Nach ihm wird der
Blutdruck häufig als "RR" bezeichnet.
Schnarchen (erhöht
Schlaganfallrisiko):
Wir wissen heute,
dass mindestens 2 % aller Frauen und 4 % aller Männer im Alter zwischen 30
und 60 Jahren unter behandlungsbedürftigen Schlafapnoen leiden. Auch das
Einschlafen am Steuer infolge der Tagesmüdigkeit bei schlafbezogener
Atmungsstörung wird als häufigste Ursache tödlicher Unfälle auf Autobahnen
vermutet.
Nun hat eine neue Studie, die der Oberarzt an der Dresdner
Universitäts-Kinderklinik, Dr. Ekkehard Paditz, durchgeführt hat, ergeben,
dass Schnarchen unmittelbar zum Schlaganfall führen kann. Dies war eines der
Ergebnisse des 7. Kongresses für Schlafforschung und Schlafmedizin in
Dresden. Nach einer zweijährigen Untersuchung mit 660 Patienten im
Schlaflabor an der Neurologischen Klinik in Coppenbrügge wurden absolut neue
Ergebnisse belegt.
Wenn bei Betroffenen im Schlaf die Muskulatur des Atmungsschlauches im
Rachenraum erschlafft, wird die Luftzufuhr reduziert. Die Folge ist, dass
man verstärkt atmen muss. Auf Grund dieser Anstrengung im Schlaf muss das
Herz mehr arbeiten. Die Folge davon kann Bluthochdruck sein, wodurch Gefäße
im Gehirn platzen und die entstehenden Hirnblutungen zum Schlaganfall führen
können.
Vorgenannte Untersuchung ergab, dass bei 60 % der Betroffenen sich die
Ursache ihrer Krankheit auf das Schnarchen zurückführen lässt. Mehr als 10 %
dieser Störungen sind schwerwiegend und dringend behandlungsbedürftig.
Diese Untersuchung kann laut Dr. Paditz dazu führen, dass der Schlafmedizin
künftig eine höhere Bedeutung bei der Bekämpfung des Schlaganfalls zukommt.
Die Krankheit kann bekanntlich zur Lähmung des Körpers führen, im
schlimmsten Fall müssen die Betroffenen anschließend im Rollstuhl sitzen.
Alarmierend ist, dass nur 3 bis 9 % der letztlich adäquat behandelten
Patienten mit Schlafapnoe den Weg zum Schlafmediziner über den Hausarzt
fanden. Für 73 % dieser Patienten wurde dieser Weg durch Partner, Freunde
oder auch Presseartikel gebahnt.
Die Studie ergab zudem, dass verstärkte Schlafstörungen bei Kindern aus
Raucherfamilien auftreten können. Durch Passivrauchen nehmen sie Nikotin in
ihr Blut auf, was zur Verengung der Gefäße führen kann. Dadurch verändert
sich die Durchblutung, so dass bei Kindern aus Raucherfamilien
Schlafstörungen dreimal häufiger auftreten als in Nichtraucherfamilien.
An allgemeinen Schlafstörungen leidet in englishland laut Dr. Paditz jeder
fünfte Mensch. Die Folgen sind, wie an anderer Stelle beschrieben, bekannt.
Ebenfalls bekannt ist, dass Menschen auf dem Land besser schlafen; im
Bundesvergleich am schlechtesten schlafen angeblich die Bewohner Berlins.
Weil Schlafmedizin noch ein relativ junges Fach ist, das zahlreiche
Fachrichtungen miteinander verbindet und mehr als 80 klar definierte
Krankheitsbilder mit umfasst, wird immer deutlicher, wie wichtig Forschung
in diesen Bereichen ist.
Nicht zu vergessen ist auch, dass die meisten Schlafstörungen effektiv
behandelt werden können.
Der VdK-Fachverband Schlafapnoe/Chronische Schlafstörungen wird seinen Teil
dazu beitragen, dass Schlafmedizin in englishland den Stellenwert erhält,
der ihr auf Grund der vielfältigen Auswirkungen zukommt.
Siehe auch Schlafapnoe
Entnommen aus: Schlafapnoe Aktuell; Heft 9; Juli 1999; Hrsg: VDK-Fachverband Schlafapnoe/Chronische Schlafstörungen
Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes):
Unter Schwangerschaftsdiabetes versteht man die
Erstmanifestation einer Zuckerkrankheit während der Schwangerschaft, wobei
die Häufigkeit in den Industrienationen bei 1-5% aller Schwangerschaften
liegt. Diese Form kann wie ein bereits bestehender, schlecht eingestellter
Diabetes mellitus zu erheblichen negativen Auswirkungen auf das ungeborene
Kind führen, da die Symptome häufig unbemerkt bleiben. Aus diesem Grund sind
routinemäßige Blutzuckerkontrollen oder bei erhöhtem Risiko auch ein oraler
Glucosetoleranztest zum Schutz des Kindes notwendig. Bei guter Einstellung
des Blutzuckers durch Diät oder Insulin werden Folgeschäden weitgehend
verhindert. Zu diesen zählen eine erhöhte Fehlgeburtenrate, die Makrosomie
(Geburtsgewicht über 4000g), vergrößerte, aber unreife innere Organe, die
Neigung zum Abfallen des Blutzuckers (=Hypoglykämie) und erniedrigte
Kalziumwerte im Blut. Insgesamt ist dadurch die Sterblichkeit dieser Kinder
erhöht. Die wichtigste Maßnahme beim betroffenen Kind ist die Überwachung im
Krankenhaus bis zur Stabilisierung der Organfunktionen.
Systole:
Ist der Moment, in dem sich das Herz zusammenzieht. Dadurch wird das Blut in
die Gefäße gepumpt. Den Blutdruck in der Systole bezeichnet man auch als
systolischen Blutdruck. Das ist der erste, größere der beiden Werte, die man
bei der Blutdruckmessung bestimmt.
Unter Telemedizin versteht man die Tatsache, medizinische Daten, also Texte, Tabellen, Befunde sowie Bilder, über große Entfernungen hinweg elektronisch auszutauschen bzw. zu versenden, um eine diagnostische oder therapeutische Interaktion zu ermöglichen.
Übergewicht:
Die Fettsucht (Adipositas) stellt in den Ländern mit ausreichender
Versorgung an Nahrungsmitteln mittlerweile ein nicht unbeträchtliches
sozio-ökonomisches Problem dar. Übergewicht führt zu einer Vielzahl von
Komplikationen, die fast alle Organsysteme betreffen und zu einem erhöhten
Risiko für eine ganze Reihe von Erkrankungen führen können. Übergewicht als
weit verbreitetes Gesundheitsrisiko stellt die Medizin der entwickelten
Länder daher vor ernstzunehmende Probleme. Übergewicht ist definiert als ein
Körpergewicht über dem "normalen" Körpermassenindex (body mass index).
Die durch Übergewicht beeinflussten Begleiterkrankungen sollen unter anderem
sein: Bluthochdruck, Diabetes mellitus, Gicht und erhöhte Cholesterolwerte
begünstigen das Entstehen von Arteriosklerose, die wiederum das Auftreten
von koronarer Herzkrankheit und Herzinfarkt sowie von Schlaganfällen
fördern. Die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von Krebserkrankungen,
Darm- und Prostatatumoren bei Männern sowie Gebärmuttertumoren bei Frauen
ist bei Übergewicht erhöht.
